28.06.2024
Nächsten Montag geht die neue nationale Beschaffungsplattform simap.ch in Betrieb. Die vollständig neu programmierte Plattform verfügt über eine intuitive Benutzeroberfläche und verbesserte Suchfunktionen. Über simap.ch schreiben der Bund, die Kantone sowie die Gemeinden jährlich Aufträge im Wert von rund CHF 20 Mrd. aus.
Am Montag, 1. Juli 2024, löst eine vollständig neu programmierte Plattform auf www.simap.ch die bestehende nationale Beschaffungsplattform ab, die vor 15 Jahren in Betrieb ging. Die neue Plattform präsentiert sich in einem modernen Design, ist wesentlich übersichtlicher und intuitiv bedienbar. Sie bietet bereits im ersten Release zahlreiche Neuerungen wie eine einfachere und präzisere Suchfunktion sowie eine verbesserte Übersichtlichkeit. Neue Schnittstellen erlauben die einfache Anbindung von weiterer Software.
Die neue Plattform wird schrittweise bis Ende 2026 erweitert und optimiert. Im nächsten Release folgen die elektronische Angebotseingabe und die Möglichkeit für Anbieterinnen und Anbieter, Dokumente in ihrem Profil zu hinterlegen sowie Bietergemeinschaften zu bilden. In den nächsten Jahren wird die Plattform sukzessive erweitert, unter anderem wird sie durchgehend digitale Beschaffungsprozesse ermöglichen. Die bisherige Plattform bleibt bis Ende 2024 in Betrieb, die Daten werden anschliessend in ein öffentlich zugängliches Archiv überführt. In die Entwicklung der neuen Plattform investierte der Verein simap.ch bisher rund CHF 5,0 Mio. Das geplante Gesamtbudget beträgt CHF 6,9 Mio.
Der Verein simap.ch betreibt im Auftrag des Bundes und der Kantone eine digitale Beschaffungsplattform. Auf www.simap.ch schreiben die Vergabestellen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden sowie der öffentlichen Institutionen und Unternehmen Aufträge im Wert von jährlich rund CHF 20 Mrd. aus, um die sich interessierte, mehrheitlich privatwirtschaftliche Unternehmen bewerben können. Aktuell wird die Plattform von rund 80 000 Anwenderinnen und Anwendern genutzt. Der Bund und die Kantone finanzieren die Entwicklung und den Betrieb der Plattform. Dabei beteiligt sich der Bund zu 25 % an den Kosten, die Kantone tragen proportional zur Einwohnerzahl insgesamt 75 % bei. Das Akronym simap.ch steht für «système d’information sur les marchés publics en Suisse».